Intervention

Mein Blog und ich, wir beide sind nie so recht warm geworden.

Wordpress hielt ich am Anfang für eine gute Idee, denn irgendwie hat das ja schließlich jeder benutzt. In letzter Zeit nervt es mich nur noch. Ständig irgendwelche Updates, keine komfortable Möglichkeit auf die schnelle einen Linkpost zu verfassen und ein Template System, bei dem ich das Grausen bekomme (der letzte Punkt mag allerdings an meinem zusammengeschusterten Template liegen).

Um mal wieder ein bisschen Schwung in die ganze Sache zu bringen habe ich mich entschlossen secondcrack eine Chance zu geben. Secondcrack ist eine “static-file Markdown blogging engine”, welche von Marco Arment (von ihm stammt Instapaper) entwickelt wurde und sich derzeit noch in einem, wie er selber schreibt, frühen Alpha Stadium befindet. Da ich die Idee dahinter toll finde ist mir das erstmal egal. Im Notfall muss ich eben selber Hand anlegen.

Was das ganze so besonders macht? Einiges.

Zum einen wäre da das oben schon erwähnte Markdown. Dabei handelt es sich um eine einfach zu lernende und vor allem einfach zu lesende Auszeichnungssprache. Wie so etwas dann genau aussieht lässt sich am besten direkt bei John Gruber nachlesen, denn von ihm stammt die Idee.
Das geniale dabei ist, dass die Syntax von Anfang an mit dem Gedanken entwickelt wurde, dass sie sich leicht in HTML umwandeln lässt.
Man kann also Dokumente verfassen, die sich in ihrer reinen Form gut lesen lassen, die sich aber genauso gut auch für das Web umwandeln lassen.
Und genau hier setzt secondcrack an. Es nimmt meine markdown-Dateien, wandelt sie um und stellt sie als Blog dar. Das ganze noch gepaart mit einer (zugegeben etwas fummelig einzurichtenden) Dropbox Integration, Bookmarklets und frei definierbaren Hooks und fertig ist das perfekte Blogsystem für meine Bedürfnisse.

Hoffen wir, dass meine Euphorie dieses Mal etwas länger anhält, und ich nicht erst in einem halben Jahr wieder über meinen Blog stolpere weil die Rechnung für den Server im Posteingang liegt...